Bessere Bedingungen für Menschen mit Behinderung im Unterallgäu

13.10.2014 Landkreis Unterallgäu. Im Oktober 2012 hatte der Kreisausschuss die Verwaltung beauftragt, einen kommunalen Aktionsplan für Menschen mit Behinderung zu erstellen. Inzwischen liegen 70 Maßnahmenvorschläge vor.

Dr. Maria Bachmaier, Leiterin der Abteilung „Soziales, Familie, Jugend, Senioren“ am Landratsamt, stellte dem Kreisausschuss die fünf Handlungsfelder vor, in die sich der Aktionsplan untergliedert:

Arbeit/Beschäftigung,
Bildung,
Leben und Wohnen,
Mobilität und Barrierefreiheit,
Beratung, Information, Öffentlichkeitsarbeit.

Jedem Handlungsfeld widmet sich eine Arbeitsgruppe. Beteiligt sind Kommunalpolitiker, Vertreter der Behindertenhilfe und Menschen mit Behinderung. „Es ist bemerkenswert, was hier auf ehrenamtlicher Ebene an wertvoller Vorarbeit geleistet wurde“, sagte Landrat Hans-Joachim Weirather. Wichtig sei nun, das Konzept zeitnah umzusetzen. Dazu sei mittelfristig am Landratsamt auch ein Koordinator vorgesehen, der die Beteiligten berate und die Umsetzung der Maßnahmen professionell begleiten soll. „Die sehr positiven Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Seniorenkonzept legen die Schaffung einer solchen Stelle nahe“, so Weirather. Dies wäre auch der einhellige Wunsch der Arbeitsgruppen gewesen.

Zunächst sei jedoch ein Grundsatzbeschluss des Kreistags erforderlich, um den Aktionsplan auf eine breite politische Basis zu stellen. Die einzelnen Maßnahmenvorschläge würden dann in den jeweils zuständigen Ausschüssen gesondert beraten und beschlossen. „Wenn wir es ernst meinen mit der Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung in unserem Landkreis, dann müssen wir diesen Beschluss jetzt fassen“, so Weirather. Das sahen auch die anderen Mitglieder des Kreisausschusses so und empfahlen dem Kreistag, den Aktionsplan zu verabschieden.

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