Bodensee: Immer wieder neue Untiefen vor der Mündung des Neuen Rheins

22.6.2015 Lindau (Bodensee). Die Mündung des Neuen Rheins verändert sich laufend, da der Fluss ständig Material aus den Alpen mit sich bringt.

In dem sogenannten Auflandungsbereich an der Mündung kann es deshalb immer wieder zu neuen Untiefen und dadurch auch zu Unfällen kommen.

Erst vor wenigen Tagen war im deutschen Vollzugsbereich der Rheinmündung ein Segelboot aufgesessen. Auf Veranlassung des Schifffahrtsamtes beim Landratsamt Lindau hat nun die Seemeisterstelle Lindau des Wasserwirtschaftsamts Kempten mit Beteiligung der Wasserschutzpolizei-Gruppe Lindau eine große rote Sperrboje zur Kennzeichnung dieser neuen Untiefe in den Bodensee eingebracht.

„Wassersportler müssen in diesem Bereich leider immer wieder mit neuen Untiefen rechnen“, mahnt Jürgen Gabelberger, beim Landratsamt zuständig für die Bodenseeschifffahrt, zur besonderen Vorsicht.

Denn Ziel und Zweck der Rheinvorstreckung ist es, die Verlandung des Rheindeltas zu verhindern und die jährlich bis zu 5 Millionen Tonnen Geschiebe in die tieferen Regionen des Bodensees zu leiten.

Messungen der Wasserschutzpolizei ergaben, dass sich die durch den Neuen Rhein geänderte österreichische Halde in der Zwischenzeit bereits erheblich in den bayerischen Vollzugsbereich des Bodensees erstreckt.

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