Marienbrücke über die Pöllatschlucht am Schloss Neuschwanstein bis Herbst 2022 gesperrt

28.5.2021. Nach aktuell durchgeführten statischen Untersuchungen muss die Bayerische Schlösserverwaltung die 90 Meter hohe Marienbrücke, die die Pöllatschlucht auf einer Länge von 35 Metern überspannt, für Besucherinnen und Besucher leider sperren. Es ist notwendig, bestehende Felsanker, die bis zu 15 Meter in den Felsen gebohrt sind, auszutauschen bzw. zusätzliche zu setzen.

Die Planungen für diese aufgrund der alpinen Situation außergewöhnliche und technisch anspruchsvolle Maßnahme werden noch in diesem Jahr abgeschlossen.

Mit den Arbeiten wird dann im Frühjahr kommenden Jahres begonnen. Sie dauern voraussichtlich bis Herbst 2022. Bis dahin bleibt die Brücke geschlossen.

Die Marienbrücke bei Schloss Neuschwanstein

König Maximilian II. hatte in der Umgebung von Hohenschwangau Wege und Aussichtspunkte anlegen lassen, um die Landschaft genießen zu können.

Als Geburtstagsgeschenk für seine bergsteigende Gemahlin Marie ließ er in den 1850er Jahren einen hölzernen Reitersteg hoch über dem Pöllatbach errichten. Diesen Steg ließ Maximilians Sohn König Ludwig II. durch eine Brücke in einer eleganten Eisenkonstruktion ersetzen.

Die Konstruktionsweise der Brücke war seinerzeit ein Novum: Ohne weitere Stützen überspannt die Brücke die steil abfallende Pöllatschlucht und wird ausschließlich von den auf beiden Seiten im Felsen befestigten Verankerungen gehalten.

Ludwig II. hatte stets ein Faible für technische Neuerungen. 1978 musste die historische Brücke durch einen Neubau ersetzt werden. Dabei konnten nur die historischen Geländer wiederverwendet werden.

Die Schlossverwaltung Neuschwanstein

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schlossverwaltung Neuschwanstein sorgen nicht nur für einen angenehmen Aufenthalt und einen reibungslosen Ablauf im Rahmen der Schlossführungen, sondern sind auch anderweitig im Sinne der Besucherinnen und Besucher tätig. So werden die Zufahrtsstraße zum Schloss, die weltberühmte Marienbrücke und die umliegenden Plätze, welche zum Verweilen einladen, stets sorgsam instandgehalten.

Im Hintergrund laufen die Fäden bei der Administration des Schlosses zusammen, sodass trotz der großen Anzahl an Besucherinnen und Besuchern und der parallel stattfindenden Restaurierung alles seinen geregelten Verlauf nehmen kann.

Die rund 60 Beschäftigten des Schlosses, die mit den unterschiedlichsten Aufgaben betraut sind, versuchen den Gästen aus aller Welt ihr Besuchserlebnis auf Schloss Neuschwanstein so angenehm wie möglich zu machen.

Werbung: