So geht Öko im Biohotel

Hopfen am See (ots) – Persönliche Werte leiten das Handeln. Im Biohotel-Wellness-Therapiezentrum Eggensberger im Allgäu schlägt die Verantwortung für Umwelt und Region konsequent im Geschäftsbetrieb durch: aus Überzeugung und bis ins Detail. Ein Beispiel: für Wärme im Hotel sorgt seit kurzem ein Blockheizkraftwerk, das rückstandsfrei Methan verbrennt. Das Biogas wird aus Bioabfällen gewonnen. Auch das Hotel liefert Speisereste an. Und der LKW für den Transport fährt womit? Natürlich mit Biogas.

Selbst bei den Transportwegen für den Betrieb der Heizanlage achtete Hotelchef Andreas Eggensberger auf die Ökobilanz. Das Methan seiner Anlage verbrennt rückstandsfrei und stammt ausschließlich aus verwertbaren Abfällen. Das hat er sich vertraglich zusichern lassen. Denn Biogas aus Getreide oder Genmais wollte er ganz bewusst nicht. „Mir widerstrebt der Gedanke, dass auf unseren Äckern Gen-Pflanzen zur Stromerzeugung angebaut werden“, erklärt der Hotel-Chef. Für ihn ist Ökologie kein Alt-68er-Idealismus, sondern modern und „schlicht der richtige Weg“. In der Region ist der Hotelier Vorreiter. Das Eggensberger war das erste Biohotel im Allgäu. Konsequent hat er in den letzten Jahren sein Hotel „ökosaniert“. Dazu gehört auch, dass er als zweiter Hotelier in Deutschland die Elektrosmogbelastung für seine Hotelgäste reduzierte, nachweislich mit Zertifikat des TÜV-Rheinland. Und die Umweltfürsorge im Hotel geht weiter: der Ökostrom wird lokal erzeugt, mit Wasserkraft. Auch darauf hat er vertraglich bestanden. Bei den Biolebensmitteln achtet man auf die CO2-Bilanz, weswegen Südfrüchte wie die Kiwi schon mal gegen den Bio-Apfel ausgetauscht werden. Biolebensmittel und dazu noch aus der Region sind in Sachen CO2-Bilanz einfach unschlagbar. Seit März fährt das hauseigene Biogasauto, ein VW Touran, samt eigener Tankstelle. Gäste können das Umweltauto mieten. Dafür legt der Hotelchef sogar noch ein paar Euro drauf. Denn das fällt für ihn unter die Förderung der nachhaltigen Mobilität. Schon 20 Prozent seiner Gäste kommen mit der Bahn. Wichtig sei, die Gesamtheit der Kreisläufe im Blick zu haben. „Wir interessieren uns nicht nur für die hauseigene Energieeffizienz, sondern achten auch auf die CO2-Bilanz unserer Lieferanten und Gäste“, sagt der Hotelchef.

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